Das IPPMV möchte einer interessierten Öffentlichkeit ermöglichen, an der lebendigen und offenen Diskussion über aktuelle theoretische, kulturelle und klinische Themen der Psychoanalyse teilzunehmen.
Über das klinische Fach hinaus stellen wir daher auch Arbeiten aus anderen Anwendungsgebieten der Psychoanalyse vor: Kulturtheorie und Soziologie, Geschichte, Literatur, Film und bildende Kunst.
Hierzu hat sich die Veranstaltungsreihe "Psychoanalyse und Kunst" bereits seit mehreren Jahren etabliert, die das IPPMV gemeinsam mit dem Landesverband M-V der DGPT in Kooperation mit dem Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus Greifswald regelmäßig organisiert.
Veranstaltungsort: Literaturzentrum Vorpommern – Koeppenhaus
Bahnhofstraße 4/5, 17489 Greifswald, Tel: 03834-773510, www.koeppenhaus.de
Kartenvorverkauf: Café Koeppen; Stadtinformation Greifswald
Vorschau auf bereits geplante Veranstaltungen:
07. 11. 2025, Beginn 20.00 Uhr
Herr Dr. Mathias Hirsch, DPV, Berlin, Psychoanalytiker
Thomas Mann – Tod in Venedig
05. 12. 2025, Beginn 19.00 Uhr
Herr Dr. Christoph Walker, DPV, Tübingen, Psychoanalytiker
„Zwei Arten zu sein, drei Arten zu sein" Körper und Selbst in den Bildern der österreichischen Malerin Maria Lassnig
Maria Lassnig gilt als eine der wichtigsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren
„Körperbewusstseinsbildern“ hat sie einen eigenen Weg zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit gefunden. Durch intensive Selbstbeobachtung des eigenen Zustands brachte sie körperliche
Empfindungen mittels künstlerischer Mittel (Malerei, Grafik, Animationsfilm und Plastik) zum Ausdruck. In zahlreichen Selbstporträts inszenierte sich die Künstlerin auf teils drastische Weise, als
Knödel, Rechner oder Froschkönigin.
Das Sehen eines Bildes ist unvermeidbar verbunden mit einer Aufforderung den Blick nach innen zu richten, in die innere Welt zu schauen.
Dies soll u.a. im Vortrag mit psychoanalytischen Überlegungen zum Schaffen von Maria Lassnig mit dem ‚Psyche-Soma-Problem“, dem Wechselspiel zwischen psychischen Belastungen und körperlichen
Beschwerden, in Bezug gesetzt werden.
16. 01. 2026, Beginn 19.00 Uhr
Prof. Gilbert Beronneau, Berlin, DPV,
(Professor für audiovisuelle Kommunikation an der SRH Berlin University of Applied Sciences)
Filmvorstellung „Annas Begegnungen“ (1978) Regie Chantal Akerman
Der Text/Vortrag analysiert Chantal Akermans Film Annas Begegnungen (1978) als vielschichtige Auseinandersetzung mit den Themen Einsamkeit, Begehren und Subjektwerdung. Anhand der Figur Anna Silver zeigt sich, wie innere Konflikte, Beziehungen zur Mutter und ein tastendes Begehren eine existentielle Einsamkeit prägen. Psychoanalytische und philosophische Perspektiven (u. a. Winnicott, Klein und Schopenhauer) verdeutlichen Einsamkeit als Grundbedingung menschlichen Seins, die durch Reflexion bewusst und damit erträglicher werden kann. Der Film entwirft Einsamkeit nicht nur als Mangel, sondern auch als offenen Raum für Beziehung, Erkenntnis und mögliche Transformation.
06. 03. 2026, Beginn 19.00 Uhr
Herr Dipl.Psych. Peter Gabriel, Heidelberg, Psychoanalytiker
Filmvorstellung „Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“
04. 09. 2026, Beginn 19.00 Uhr
Frau Dipl.-Psych. Mechtild Kessler, DPV, Tübingen, Psychoanalytikerin
Tango Argentino??
04. 12. 2026, Beginn 19.00 Uhr
Herr Dr. Matthias Oppermann, DPV, Hamburg, Psychoanalytiker
Filmvorstellung „Giacometti“