ippmv - Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse Mecklenburg-Vorpommern e. V.
ippmv - Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Veranstaltungsreihe "Psychoanalyse und Kunst"

Das IPPMV möchte einer interessierten Öffentlichkeit ermöglichen, an der lebendigen und offenen Diskussion über aktuelle theoretische, kulturelle und klinische Themen  der Psychoanalyse teilzunehmen.

Über das klinische Fach hinaus stellen wir daher auch Arbeiten aus anderen Anwendungsgebieten der Psychoanalyse vor: Kulturtheorie und Soziologie, Geschichte, Literatur, Film und bildende Kunst.

Hierzu hat sich die Veranstaltungsreihe "Psychoanalyse und Kunst" bereits seit mehreren Jahren etabliert, die das IPPMV gemeinsam mit dem Landesverband M-V der DGPT in Kooperation mit dem Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus Greifswald regelmäßig organisiert.

 

Veranstaltungsort: Literaturzentrum Vorpommern – Koeppenhaus
Bahnhofstraße 4/5, 17489 Greifswald,   Tel: 03834-773510,   www.koeppenhaus.de

Kartenvorverkauf: Café Koeppen; Stadtinformation Greifswald

Vorschau auf bereits geplante Veranstaltungen:

 

22. 04. 2022, Beginn 19.00 Uhr

Herr Dr. Wilhelm Rösing (Bremen) Regisseur

Frau Dipl.-Päd. Marita Barthel-Rösing (Bremen)

Filmvorstellung 

"Enjoy the Music - Die Pianistin Edith Kraus. Vom Wunderkind durch Theresienstadt nach Israel“

Bei Edith Kraus könnte man vom Liebreiz des Alters sprechen. Jenes junge Mädchen ist noch zu erkennen, dessen erstaunliche musikalische Begabung eine Weltkarriere als Pianistin versprach. Die behütete Kindheit und der Schutzmantel der Musik halfen ihr, im Ghetto Theresienstadt zu überleben.
Der Film entfaltet das Leben dieser Jahrhundertzeugin. Ein Blick von großer Klarheit in die Weiten der eigenen Erinnerungen!
Edith Kraus verstarb im September 2013 in Jerusalem im Alter von 100 Jahren.
Jury Deutsche Film und Medienbewertung gab dem Film:
Prädikat besonders wertvoll
"Offensichtlich entwickelte sich eine große Vertrautheit zwischen Edith Kraus und den Filmemachern und so kommen sie ihr mit der Kamera sehr nah. Deshalb bekommt man auch einen intensiven Eindruck davon, was für ein elementarer und heilsamer Faktor die Musik in ihrem Leben war. Immer wieder spricht sie liebevoll von einzelnen Musikstücken, ihren Lehrern und Schülern, den Komponisten und befreundeten Musikern. Die Musik gab ihr die innere Kraft, trotz ihrer schrecklichen Erfahrungen nicht zu verbittern. In diesem Sinne ist ENJOY THE MUSIC auch ein hoffnungsvoller Film. "

Ein Film von Wilhelm Rösing und Marita Barthel-Rösing,
D 2012, Dokumentation, 99 Minuten, DVD

 

 

22. 01. 2022, Beginn 19.00 Uhr  Neuer Termin: 16. 09. 2022

Frau Dr. med. Gabriele Brandner (Heidelberg)

Psychoanalytische Filminterpretation " The Salesman" (von Asghar Farhadi)

 

 

03. 12. 2021, Beginn 19.00 Uhr  Neuer Termin: 04. 11. 2022

Herr Dr. Michael Froese (Potsdam)

Anmerkungen eines Analytikers zu Juli Zehs „Unterleuten“

Der selten grausame Suizid eines Bauern wird zum Anlass für einen deutschen Gesellschaftsroman: In der Frischwasseraufbereitungsanlage, die der frühere LPG-Vorsitzende und jetzige GmbH Leiter Gombrowski Jahre zuvor für sein Dorf hat bauen lassen, schneidet er sich die Pulsadern auf. Seine Leiche treibt zwei Wochen im Trinkwasser des Dorfes. Welche Verletzungen, welche Verzweiflung, welch hilflose Aggression steckt hinter dieser Brunnenvergiftung? Juli Zeh wählt konkrete, über verschiedene historische Zeiten und Generationen sich wiederholende, seelische Verletzungen als erzählerischen Motor und roten Faden für ihr 2015 erscheinenden Erfolgsroman „Unterleuten“. Den Roman sehe ich als eine literarische Illustration des Phänomens transgenerationeller Traumatisierungen in einer problematischen Phase der deutschen Wiedervereinigung.

Zur Person:

Michael J. Froese: Ausbildung zum Landwirt, Studium der Sozialpsychologie, Promotion über unbewusste Gruppenprozesse (Oskar Hoffmann-Preis der Gesellschaft für ärztliche Psychotherapie). Mitgründer und langjähriger Vorstand des Ostberliner Psychoanalytischen Instituts APB, Lehranalytiker, Gründer und lange Leiter einer psychohistorischen AG. Mitglied von DPG und DGPT.

Niedergelassen als Einzel- und Gruppenanalytiker in Potsdam. Veröffentlichungen zur psychohistorischen Dimension der Ost-West-Transformation, u.a. mit Christoph Seidler „Traumatisierungen in (Ost-)Deutschland“. Psychosozial-Verlag 2009

Aktuell: „Der Namenlose. Naumburger Meister, sinnliche Präsenz und der Schmerz, nicht zu verstehen (i.Vorber.).

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